Fahrtspiel

zzzzMit dem Wort Fahrtspiel kann frau im ersten Moment wahrscheinlich wenig anfangen. Kein Wunder, es ist ein etwas vermurkstes Lehnwort, eine Art Teileindeutschung des schwedischen Wortes „Fartlek“, was sinngemäß „Spiel mit der Geschwindigkeit“ heißt. Es beschreibt eine Trainingsform, bei der im Gegensatz zum Dauerlauf eben nicht ständig mit der derselben Geschwindigkeit oder Intensität gelaufen wird.

Bei vielen, die in der Waldviertler Hügellandschaft unterwegs sind und sich nicht spartanisch an ihren Pulsmesser klammern, ergibt sich ein leichtes Fahrtspiel wahrscheinlich bei jedem Training von selbst. Warum nicht diesen Effekt einmal verstärken (bergauf zügig laufen/bergab joggen) oder umkehren (bergauf bewusst schonen und im (leicht!!) fallenden Gelände das Laufen in hohem Tempo üben). Oder einfach einen Punkt in der Landschaft suchen und sagen: „Bis dorthin lauf ich jetzt schneller!“

Klassisch wird das Fartlek langsam begonnen und beendet, dazwischen das Tempo mehrfach variiert, alles andere wird von Zeit, Gelände, Trainingsverfassung und -ziel bestimmt.

Bitte Beachten!

Solange das Laufen an sich schon einen großen Trainingsreiz darstellt („Anfängerin“), braucht man sich keine großen Gedanken über verschiedene Trainingsformen machen. Sobald frau aber regelmäßig unterwegs ist, sollte sie nur ja keine Monotonie in den Trainingsalltag einkehren lassen. Der Körper ist für unterschiedliche Reize höchst dankbar, was sich auf Spaß, Leistung und Verletzungsfreiheit positiv auswirkt. Fahrtspiele kann man planen, man kann sich aber auch einfach von der Tageslaune oder der (Waldviertler) Natur inspirieren lassen.

Ein Tipp

Viele klammern sich viel zu sehr an Vorgaben, Pulsmesser und dergleichen. Gerade bei Einsteigerinnen ist das verständlich, verhindert aber oft das Sammeln notwendiger Erfahrungen und die Entwicklung eines verlässlichen Körpergefühls, das frau als Sportlerin unbedingt haben sollte. Fahrtspiele sind hier nicht nur tolle Expeditionen in die Natur sondern auch ins eigene Ich…
Viel Spaß!