Marathon

zzz

Er ist die Königsdisziplin des Langstreckenlaufes und in aller Läufer Munde – der Marathon.
Mittlerweile bewältigen jährlich Millionen von Menschen diese 42,195km bei zahlreichen organisierten Marathonbewerben auf der ganzen Welt.
Sobald man sich als Läuferin eine Grundlage erarbeitet hat, beginnt man die Anzahl der Kilometer zu erhöhen und spielt mit dem Gedanken einmal einen Marathon zu laufen.
Jedoch mehr als 42 km zu laufen heißt, 50 000 Schritte zu tun, die den Körper gegen Schwerkraft und Luftwiderstand vorantreiben, 25 000 Herzschläge, die 4 000 Liter sauerstoffreiches Blut zu den arbeitenden Muskeln pumpen, über 5 Liter Wasser, die durch Schwitzen ausgeschieden werden, 3 000 verbrannte Kalorien, so dass die gespeicherten Energiereserven des Körpers praktisch erschöpft sind.
Doch wie entstand der Marathon und die Faszination dafür?
Marathon, ein Dorf im antiken Griechenland, war Austragungsort der berühmten Schlacht zwischen Athenern und Persern im Jahr 490 v. Chr. Nachdem die Athener diesen Kampf für sich entschieden hatten, schickten sie einen Boten zurück nach Athen, um diese freudige Nachricht zu verkünden. Der Bote Pheidippides lief die gesamte Strecke von Marathon nach Athen, verkündete die Siegesbotschaft und fiel auf der Stelle tot um.
Diese Legende wurde als Anlass für die Einführung einer Langstreckendisziplin – dem Marathonlauf – bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 genommen. Der erste Sieger Louis Spiridon absolvierte diesen Wettkampf in 2:58:50.
Für Frauen war das Langstreckenlaufen bis ins späte 20. Jahrhundert verpönt, es wurde als gefährlich bezeichnet, Frauen könnten dabei sogar ihre Gebärmutter verlieren, hieß es damals. Natürlich gab es einige besonders mutige Läuferinnen, allen voran Kathrine Switzer, die sich unter die Läufer des Boston Marathons 1967 mischte und vom Veranstalter attackiert wurde, der sie aus dem Rennen zerren wollte. Seither ist sie eine treibende Kraft der Frauenlaufsportbewegung.
Offiziell laufen Frauen seit 1972 beim Boston Marathon mit und erst 1984 wurde der erste olympische Marathon für Frauen ausgetragen.
Die Weltbestzeit von 2h 15min 25s im Marathonlauf der Frauen hält seit dem 13. 04. 2003 in London die Britin Paula Radcliffe.
Einmal einen Marathon zu bewältigen steht sicher auf der Liste vieler Läuferinnen. Bereitet frau sich dementsprechend darauf vor, kann die 42,195km lange Strecke ein sehr erhebendes Lauferlebnis werden.
Wie diese Vorbereitung aussehen kann, würde hier unseren Rahmen sprengen. Deswegen zur Illustration nur ein paar kurze Zitate von Fachleuten:

  • „Das Marathontraining ist eigentlich das natürlichste Training überhaupt, wer einfach regelmäßig in einem Tempo, das ihm behagt, durch die Landschaft läuft, hat schon 80% richtig gemacht..“
  • „Eigentlich ist ein Marathontraining die ideale Grundlage für alle Distanzen, und: Im Gegensatz zum Wettkampf selbst ist es auch wirklich gesund…“
  • „Für einen erfolgreichen Marathon braucht es etwas, was unsere Gesellschaft scheinbar verloren hat: Geduld!!“

Übrigens: Frauen sind für die Disziplin Marathon überdurchschnittlich gut geeignet, in kaum einem sportlichen Bewerb können wir mit den Männern so gut mithalten!!
„Wenn du laufen willst, dann lauf eine Meile. Wenn du ein anderes Leben haben willst, lauf einen Marathon.“ Emil Zatopek (tschechische Laufsportlegende)