Ohne Fleiß kein Preis

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…..dieser alte Spruch wird im Zusammenhang mit Ausdauersport und damit auch dem Langstreckenlauf oft gebraucht.
Klar, mit Talent allein gewinnt frau in unserer Sportart keinen Blumentopf. Nur ein ausreichend trainierter Körper kann bei Belastungen über 10 und mehr Minuten (das fällt dann sportwissenschaftlich unter Langstrecke) auch gute Leistungen bringen. Nur: Das Ausmaß an Fleiß, das Frau aufwenden muss, um an den Preis zu kommen, ist höchst unterschiedlich – und ungerechterweise werden es viele nie schaffen, egal wie groß der Fleiß auch sein mag. Der Umkehrschluss, dass Trainingsfleiß allein Leistung erzeugt, und, dass die gewinnen, die am meisten trainieren, ist nämlich nicht zulässig. Zu sehr bestimmt das „Talent“, die Veranlagung, unsere Möglichkeiten. Wer von den Genen her schlechte Karten hat, kann also salopp gesagt trainieren, was sie will, wird aber ab einem gewissen Punkt nicht mehr schneller werden.

Entmutigend?? NEIN!! Schnell zu sein und oder zu gewinnen ist im Sport zwar kein unwesentlicher Faktor, aber bei weitem nicht alles. Wenn man sich die Persönlichkeiten von Leistungs-, Spitzen-, Breiten- und Hobbysportlerinnen genau ansieht, dann neigt man eher zu einem anderen Spruch: „Je mehr du dem Sport gibst, desto mehr gibt er dir zurück!“ – und da spielen dann Talent und Erfolge keine so große Rolle mehr.
Jedefrau kann ihren Einsatz im Sport selbst bestimmen, und damit auch langfristig gesehen auch ihre „Gewinnchancen“, den Benefit, den sie daraus ziehen kann. Diese Belohnung, dieser Preis geht von dem Gefühl, sich mühelos und mit Spaß bewegen zu können, gesünder, fitter und ausgeglichener zu sein bis hin zu einem verbesserten Körpergefühl und charakterlichen Fähigkeiten wie Durchhaltevermögen und dem Umgehen mit Erfolg und Misserfolg. So gesehen gilt doch wieder „ohne Fleiß kein Preis“, diesmal aber für alle und ohne Einschränkung.

Wie sieht dieser „Fleiß“ im Sport nun eigentlich aus?? Nun, schon in anderen früheren Beiträgen haben wir darauf hingewiesen, dass mehr nicht immer besser ist, das gleiche gilt übrigens für das Schneller. Um sich zu verbessern, gilt es nicht nur, das Training „auszuhalten“, frau muss es auch in Leistung umsetzen können. Jede einzelne von uns hat da zu jedem Zeitpunkt des Sportlerinnenlebens unterschiedliche Grenzen. Einmal überschritten, machen sich Unlust, Verletzungen und Stagnation breit. Diese Grenzen zu erfahren, zu erkennen und danach zu handeln zählt zu den Privilegien, die Sportlerinnen den „Normalos“ voraushaben, nicht nur im Sport sondern in vielen Lebensbereichen.

Gewinnen tun nur wenige, profitieren tun alle!!!