Quäl dich…

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„Quäl dich…“, von manchen, zugegeben meist Männern, noch mit einem mehr oder weniger stilvollen „du Sau“ ergänzt – die ultimative Kampfansage an den inneren Schweinhund!

Okay, Stilfrage, aber: Was hat es wirklich auf sich mit der Beziehung Sport und Qual? Gehört sie einfach dazu oder ist das nur ein gut gepflegter Mythos, um sich des Respekts der anderen (Sport – Laien) sicher zu sein?

Wie so vieles im Leben ist das ein Frage von Mentalität und Lebenseinstellung, und die Motivation spielt auch eine zentrale Rolle. Wenn frau ein Ziel sehr erstrebenswert erscheint, ist sie in der Regel auch bereit, auf dem Weg dorthin die eine oder andere Unannehmlichkeit in Kauf zu nehmen. Lässt dich das angestrebte Ziel kalt, so wird der Weg rasch zur Qual. Auch sind die Unterschiede zwischen den Menschen sehr groß: Viele nehmen schon in den ersten Stunden eines Tages (gern) mehr Unannehmlichkeiten auf sich als andere in einer ganzenWoche.
Gehört frau eher zur zweiten Gruppe, kann der Spruch „quäl dich“ durchaus kurzfristig helfen, oder als Initialzündung herhalten, für ein Ziel auch einmal etwas zu investieren. Wenn du dich hingegen im Leben sowieso schon immer ans Limit pushst, dann solltest du bei derartigen Empfehlungen eher weghören, sonst geht’s Richtung Burnout!!

Also was jetzt?? Nun, zum Nulltarif gibt es das scheinbar schwerelose Feeling eines guten Laufes sicher nicht, Qualen zu erleiden ist dazu aber definitiv nicht nötig. Es gibt sogar absolute Topsportlerinnen, die behaupten, sich NIE zu quälen. Dazu braucht frau eigentlich nur ganz normal zu trainieren und die letzte Sturheit, Sachen auch dann noch durchzuziehen, wenn’s schon fast nimmer geht, weglassen. Hört sich doch nicht ungesund an, oder??

Wie schon öfter erwähnt gilt: Frau bestimmt ihren Einsatz selbst, ist auch nur sich selbst Rechenschaft schuldig. Wenn die Balance zwischen Einsatz und Benefit passt, hat sich noch selten eine beschwert…