Renate

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Viele Läuferinnen lieben Sport schon seit ihrer Jugend, bei mir war das nicht so. Ich bin eine “spätberufene” Läuferin.
Mein Arzt sagte mir kurz vor meinem dreißigsten Geburtstag, ich solle mir einen Ausdauersport suchen, den ich gerne und regelmäßig betreiben könnte. Er schlug mir Laufen vor. Ich lachte ihn aus und sagte ihm, dass ich laufen schon in der Schule nicht mochte; es sei ein Sport, den ich nie machen würde.
Nach Gesprächen in der Familie probierte ich es einfach. Ich lief über kurze Distanzen und stellte fest, dass es gar nicht so schlecht ging. Ich sagte zu meinen Kindern, wenn ich weiterliefe würde ich mir zum Muttertag Laufschuhe wünschen. Das blieb nicht ungehört. Meine Tochter hatte Freundinnen deren Mütter auch liefen. Sie hörte, dass ihnen das gut tat und wie wichtig für sie schon nach kurzer Zeit die regelmäßige Laufeinheit wurde.
Das Laufen macht mir seither so viel Spaß, dass ich schon einige Halbmarathons gelaufen bin. Im Jahr 2012 nahm ich mit viel Freude am Wolfgangseelauf teil und lief dabei auch meine persönliche Bestzeit.
Mittlerweile biete ich schon über zehn Jahre Lauftrainings für Kinder und Erwachsene an und teile meine Erfahrungen als Läuferin und Wellnesstrainerin mit LaufanfängerInnen. Interessierte können mein aktuelles Kursangebot auf www.tusfuerdich.at finden.
Besonders wichtig ist mir, dass beim Laufen die Freude an der Bewegung, der Ausgleich zum Alltag und nicht die Geschwindigkeit im Vordergrund stehen. Jede/r soll auf die eigene innere Stimme hören und nur so schnell laufen, wie es angenehm ist. Wenn man irgendwann trainieren und die Leistung steigern will, dann nur weil es einen selbst glücklich macht.
Laufveranstaltungen sehe ich als Motivation für’s Training und als gesellschaftliches Ereignis. Es soll in erster Linie nicht um den Wettbewerb, sondern um die Teilnahme an und für sich gehen. Ich finde, dass solche Veranstaltungen von den vielen HobbyläuferInnen getragen werden. Sie sorgen für die gute Stimmung, das Flair. Man spürt, dass sie aus Freude an der Bewegung teilnehmen, ohne sich darauf zu konzentrieren möglichst als eine/r der Ersten ins Ziel zu laufen. Wenn man gut im Ziel angekommen ist, bleibt noch genug Zeit die SpitzenläuferInnen zu bewundern und sich von ihnen für den nächsten Lauf anspornen zu lassen.
Der Frauenwieserlauf am 20. September 2015 soll eine Gelegenheit sein, die Stimmung eines gemeinsamen Laufes – vielleicht zum ersten Mal – zu erleben. Ich als Mit-Initiatorin wünsche mir eine Veranstaltung bei der alle Läuferinnen Freude am Laufen haben. Mit dieser Freude möchte ich möglichst viele anstecken, also: Lauft’s mit!