Verletzungen

zzzzzzzzzzzzzzzNiemand ist gern verletzt, schon gar keine Läuferin, die es gewohnt ist, sich zu bewegen und, dass der Körper „funktioniert“. Trotzdem: Es gibt kaum eine Sportlerin, die auf die Dauer ganz ohne Blessuren auskommt und darin besteht eigentlich auch kein Problem, denn unser Körper schafft kleinere Reparaturen ganz gut!!
Also nicht von den „wohlmeinenden“ Sport ist Mord – Meldungen der Bewegungsmuffel beeindrucken lassen, jede Krankenkasse weiß heute, dass aktive Menschen trotz gelegentlicher Wehwehchen weit billiger kommen als Couchpotatoes!!!
Freilich, jede Verletzung hat einen Grund – manchmal liegt er klar auf der Hand, oft sind die Zusammenhänge aber sehr komplex und die eine konkrete Ursache, warum gerade jetzt genau das passiert, unklar. Was der normal sterblichen Sportlerin also bleibt, ist, ein paar Verhaltensregeln zu befolgen, die das Risiko weitgehend minimieren:

  • Ausschlusskriterien nicht ignorieren: LEIDER, nicht jeder Körper ist dafür geschaffen, ein Leben lang freudvoll durch die Landschaft zu joggen. Gewisse Veranlagungen im Bewegungsapparat verunmöglichen dauerhaftes Lauftraining, ebenso alte Verletzungen oder bestehende degenerative Veränderungen, sprich Abnützungserscheinungen.
  • Schmerzen nicht ignorieren: Schmerzen sind ein Alarmzeichen des Körpers und haben eigentlich immer etwas zu bedeuten. Wer gleich zurücksteckt, erspart sich in der Regel lange Sportpausen.
  • Zeit lassen: Gerade am Beginn steigert frau sich von Tag zu Tag, von Woche zu Woche enorm, Sehnen und Bänder z.B. brauchen aber lang, um sich an die bislang ungewohnten Belastungen zu gewöhnen. Blessuren, die in dieser Anpassungsphase passieren, sind leider oft sehr langwierig. Das sollte frau bei aller Euphorie stets bedenken.
  • Euphorie bremsen: Viele von uns sind nach einer gewissen Zeit des Trainings förmlich begeistert davon, was der Körper zu leisten imstande ist und wollen noch mehr davon. Gerade in dieser Phase „erwischt“ es viele. Auch hier gilt: Einmal vorsorglich pausieren erspart den Krankenstand.
  • Sprunghafte Belastungssteigerungen vermeiden! Faustregel: Mehr als +10% an Training als gewohnt, über z.B. ein Monat gerechnet, sind riskant.
  • Regenerieren: Spätestens nach 3 Wochen stärkerer Belastung eine Woche lang zurückstecken.
  • Präventiv denken: Laufen ist gesund, effizient und macht Spaß! Es ist aber auch eine Tatsache, dass etliche Muskelpartien im Körper dabei überhaupt nicht trainiert werden. Gerade eine gut funktionierende Stützmuskulatur ist aber für dauerhaften Laufspaß so gut wie unabdingbar. Wie gut diese ausgebildet ist, ist individuell höchst unterschiedlich und hängt von Veranlagung und Lebensstil ab. Gerade sitzende Berufe sind aber höchst gefährdet. Siehe dazu unser K wie Kräftigung!
  • Multisportiv handeln: Auch, wenn Laufen deine Hauptsportart ist: Der Körper ist dankbar für unterschiedliche Bewegungsreize und entfaltet auch so erst sein volles Potenzial. Durch möglichst viele unterschiedliche Bewegungsformen wird in spielerischer Form eigentlich alles trainiert, was uns langfristig vor Verletzungen schützt!!